Qualitätssicherung

Qualitätsregelung ist die vorbeugende, überwachende und korrigierende Tätigkeit bei der Fertigung eines Produktes, wie z. B. einer elektronischen Baugruppe, mit dem Ziel die Qualitätsanforderungen zu erfüllen (VDI90).

Qualitäts-
management
=

  • Vorbeugung

  • Überwachung

  • Korrektur

Die drei Säulen im Qualitätsmanagement sind:

Vorbeugende Tätigkeiten: 

  • Kontrollsystem zur Vermeidung von ESD-Schäden
  • Spezifikation und Wareneingangsprüfung des Materials (Produktions- und Betriebsstoffe)
  • Wartung der Betriebsmittel
  • Messmittelüberwachung, Kalibrierung der Messgeräte
  • Mitarbeitertraining; Grundlagen, Fortbildung, regelmäßige Wiederholung, zur Sicherheit mit Prüfung des Lernerfolgs

Überwachende Tätigkeiten: 

  • Prozesskontrolle
  • Stichprobenprüfung
  • Dokumentation (für Fehler- und Trendanalysen, Fehlerstatistik, History Reports)
  • Burn-In
  • Run-In
  • Elektrische Prüfungen
  • Mechanische Prüfungen
  • Prüfungen unter Umgebungsbedingungen
  • Zuverlässigkeitsprüfungen, Lebensdauerprüfungen
  • Chemische Analysen

Korrigierende Tätigkeiten bewirken das Ausführen von Aktionen, welche die Qualität günstig beeinflussen:

  • Prozessoptimierung (z. B. Druckschablonendicke und –fensteröffnung, Bestückreihenfolge, Lötprofil)

  • Fehlerursachenverfolgung (Auswertung von Statistikdaten und Abstellen bekannter Fehlerquellen)

  • Effektivität des Qualitätsregelkreises erhöhen durch Einführung von Prüfverfahren mit größerer Prüftiefe, d. h. Neuaufnahme von Testverfahren, dabei evtl. Wegfall anderer.

Sichtkriterien, Spezifikationen; Fehlersuche, Fehlerursachenfindung und Behebung

Prüfung der Maschinen- und Prozessfähigkeit; Maschinen- und Prozesskontrolle; Wartung

Teils wird der Begriff Prozesszuverlässigkeit als Maß für die Qualität der Fertigung verwendet, d. h. für die Wahrscheinlichkeit, mit der am Ende eines Fertigungsschritts oder des gesamten Fertigungsablaufs ein funktionsfähiges Produkt steht. Hierfür sollte lieber der Begriff Prozess-Sicherheit verwendet werden.

KVP = kontinuierlicher Verbesserungsprozess


Klassische Beschreibung für KVP ist der Deming-Zyklus,
auch als PDCA-Kreis bekannt.


Plan – Do – Check – Act = Plane, führe aus, überprüfe und agiere entsprechend, um dann von neuem zu beginnen.

Bild: Deming-Zyklus


 

Im Sinne der Prozessüberwachung bzw. Prozesskontrolle mittels Kontrollkarten kann der Deming-Zyklus in Teilschritte zerlegt werden:

Bild: kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP)

Die Mitarbeiter sollen ihre Prozesseingriffe unbedingt als Bestandteil des KVP verstehen, z. B. im integrierten Ablauf Inspektion und Nacharbeit in Form der folgenden Merksätze (nach Wassink95)

  • Keine Inspektion ohne Dokumentation
  • Keine Dokumentation ohne Analyse
  • Keine Analyse ohne folgende Aktion

Die Analyse besteht hier aus den zwei Anteilen

1.



2.
Datenanalyse:



Fehlerursachenfindung: 
Erstellung einer Fehlerstatistik, Erkennung von Fehlerhäufungen, zeitliche Verfolgung der Fehlerrate

Erkennung der Schwachstelle in Prozesseinstellung, im Material oder im Entwurf
Die Aktion besteht wiederum aus zwei Teilen:
A


B
Behebung des Fehlers durch Nacharbeit/Reparatur, sofern zulässig

Behebung der Fehlerursache
durch Verbesserung der Prozesseinstellung, Ersatz von Material bzw. Anpassung des Entwurfs, soweit möglich

Damit schließt sich der Kreis.